Yemen: UN-Generalsekretär begrüßt humanitäre Waffenruhe

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09.07.2015

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon begrüßte die Entscheidung der yeminitischen Interessengruppen eine humanitäre Pause im anhaltenden Konflikt des Landes einzugehen und hat seine Überzeugung bekräftigt, dass die einzige nachhaltige Lösung der Krise durch „friedliche und integrativen Dialog und Verhandlungen erreicht werden“ erreicht werden kann, wie die UN heute bestätigte.

Die Pause wird am Freitag, dem 10.07.2015, beginnen und den humanitären Helfern erlauben Zivilisten in Not zu erreichen und die Akzeptanz der Pause wurde in einem Brief des Präsidenten des Yemen Abdrabuh Mansour Hadi an den UN-Generalsekretär früher in dieser Woche.

Ebenso hat Mr. Ban auch über seinen Sonderbeauftragten dem Yemen zugesichert, dass Ould Cheikh Ahmed, von den Houthis, der Allgemeine Volkskongress und andere Gruppen die Pause „uneingeschränkt respektieren werden und dass es keine Verletzungen von Kämpfern unter ihrer Kontrolle geben wird“.

„Es ist zwingend notwendig und dringlich, dass humanitäre Hilfe alle verwundeten Menschen im Yemen ungehindert und durch eine bedingungslose humanitäre Pause erreichen kann,“ sagte die Pressesprecherin des Generalsekretärs, Stéphane Dujarric, den Reporten beim UN-Hauptquartier an diesem Nachmittag, gefolgt von einem Statement des Büros des Generalsekretärs.

„Der volle und ungehinderte Zugang von humanitären Organisationen zu allen Teilen des Landes, einschließlich über das Meer und Flughäfen, soll gesichert werden im Hinblick der Erreichung der Menschen in Not, mit lebenswichtigen Medikamenten, Impfungen, Nahrung und Wasser,“ fügte die Erklärung hinzu.

Nach den jüngsten UN-Daten hat sich die humanitäre Krise seit dem Ausbruch der Kämpfe im späten März 2015 weiter verschlechtert.

Alleine in den vergangen drei Monaten wurden ungefähr 3.000 Yemeniten getötet, die Hälfte von ihnen waren Zivilisten, und 14.000 verwundet. Über 1 Million Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen und 21 Millionen brauchen sofort Hilfe, fast 13 Millionen Menschen schaffen es nicht ihrem Nahrungsmittelbedarf gerecht zu werden, 15 Millionen Menschen haben keine Gesundheitsversorgung und Ausbrüche von Dengue-Fieber und Malaria wüten unkontrolliert.

Humanitäre Partner haben in den letzten 3 Monaten 4,4 Millionen Menschen erreicht, aer das ist nur ein Bruchteil derer, die Hilfe brauchen, sagte die UN-Pressesprecherin. Die UN, das Rote Kreuz, der Rote Halbmond und internationale NGOs arbeiten zusammen auf der höchsten Notfallstuge.

Die erste Pause von Feindseligkeiten fand im Mai statt.

„Der Generalsekretär erinnert die Konfliktparteien an ihre Pflichten nach dem humanitären Völkerrecht Zivilisten zu schützen und fordert alle Seiten dazu auf eine humanitäre Katastrophe in dem Land zu verhindern,“ so die Erklärung.

Die UN-Pressesprecherin fügte hinzu, dass Mr. Ban dankbar ist für Mr. Ould Cheikh Ahmeds andauernde Bemühungen mit allen yemenitischen Interessengruppen vertrauensbildende Schritte zu unternehmen um eine dauerhafte Waffenruhe zu schaffen und einen Mechanismus zum Abzug der Truppen, die Freisetzung von politischen Gefangenen und die Wiederaufnahme eines inklusiven politischen Prozess zu entwickeln.

Mitte Juni erleichterte Mr. Ould Cheikh Ahmed in Genf eine Konsultationsrunde unter den wichtigsten Interessengruppen des Yemen.

Die Maßnahmen, sagte er, würden letztlich Bestand der Folgeverträge sein, die weitere Beratungen erfordern.

„Der Generalsekretär ermutigt alle Konfliktparteien ihre Kooperation und Unterstützung mit seinem Sonderbeauftragten in Zukunft zu verlängern,“ fuhr das Statement fort. „Der Generalsekretär ist der festen Überzeugung, dass die einzige nachhaltige Lösung des Konflikts im Yemen durch friedliche und alle einschließende Dialoge und Verhandlungen gefunden werden kann.

UNHCR ruft auf zur Achtung zivilen Lebens, nachdem ein Raketenangriff 12 Flüchtlinge tötete, die Zuflucht suchten in einem Kindergarten in Aden

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Kurzinformation 7.07.2015

Dies ist eine Zusammenfassung von dem, was UNHCR-Pressesprecher Adrian Edwars – dem der zitierte Text zuzuschreiben ist – auf der Pressekonferenz am 07.07.2015 im Palais de Nations in Genf sagte.

UNHCR erneuert seine Forderung an die Konfliktparteien in Yemen, dass sie zivile Leben respektieren sollen, nachdem ein Raketenangriff am Wochenende einen Kindergarten in Aden traf und 12 Flüchtlinge starben.

Spät in der Nacht am Samstag den 04.07.2015 durchschlug eine Rakete die Vorderseite des Al-Tadamon-Kindergarten in Aden, durchdrang mehrere Wände und tötete 12 Flüchtlinge: 11 aus Somalia und 1 aus Äthiopien, darunter 5 Kinder. Weitere 12 Flüchtlinge wurden verletzt und wurden ins Krankenhaus geliefert. Mehrere Familien schliefen auf dem Dach, als die Rakete einschlug, wurden aber glücklicherweise nicht verletzt.

Früher am Samstag hat der UNHCR-Partner Charitable Society for Social Welfare (CSSW) mit einem mobilen, medizinischen Team den Al-Tadamon-Kindergarten besuchte, in dem seit Mai 94 Flüchtlinge aus der Stadt Basateen Zuflucht suchen (40 Erwachsene und 54 Kinder). Das medizinische Team führte Gesundheitsuntersuchungen bei den 10 Familien durch zur Behandlung der Fälle mit Hautinfektionen und versorgte die Kinder mit therapeutischer Ernährung.

Medizinische Besuche sind notwendig geworden, nachdem die Basateen-Klink, die von CSSW geleitet wurde, am 15.06.2015 schließen mussten, da das Labor von drei Geschossen zerstört wurde Seit dem Tag versorgt ein mobiles Medizinteam die Vertriebenen- und Flüchtlingsgemeinschaften in Aden.

Der Al-Tadamon-Kindergarten wird von UNHCR unterstützt und wird vom Partner Solidarity Association for Development (SAD) seit 2011 geleitet. Nach der Schließung der Schulen im ganzen Land Ende Mai bieten alle 12 Räume des Kindergartens vertriebenen Flüchtlingsfamilien Platz. Es war in der Umgebung sehr bekannt, dass der Al-Tadamon-Kindergarten als Zufluchtsort für vertriebene Familien dient.

Tausende städtische Flüchtlinge in Aden wurden in unvollendete Gebäude, Schulen, das Kharaz-Flüchtlingslager oder in andere Städten im Yemen vertrieben. Viele sind spontan in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Sie unternehmen die riskante Reise auf eigene Faust und kehren in die Unsicherheit zurück. UNHCR verurteil die Angriffe auf Zivilisten im Yemen.

Flüchtlinge und vertriebene Familien gehören zu den am meisten gefährdeten Menschen im Yemen und UNHCR fordert die Konfliktparteien auf das Leben und die Rechte dieser Menschen zu schützen. UNHCR fordert weiterhin ungehinderten Zugang und Bewegungsfreiheit für die humanitären Helfer und ihre Lieferungen, damit lebenswichtige Hilfe die Menschen in Not mit lebensrettender Hilfe zu erreichen.

Derzeit gibt es mehr als 1 Million inländisch vertriebene Menschen in Yemen (1.019.762), ungefähr 250.000 Flüchtlinge und schätzungsweise 21 Millionen Menschen in Not im ganzen Land. Über 46.000 Menschen, Menschen aus Yemen und Flüchtlinge aus Drittstaaten, mit einbezogen sind aus dem Yemen geflohen, vor allem nach Djibouti und Somalia, seitdem der Konflikt im März begann. Zur gleichen Zeit und seit Beginn des Jahres haben 35.000 Individuen Yemen per Boot über den Golf von Aden erreicht.

Trotz begrenztem Zugang liefert UNHCR Obdachs- und Haupthilfsgüter an 56.000 Menschen in 8 Provinzen in Mai und Juni

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Dies ist eine Zusammenfassung von dem, was UNHCR-Pressesprecher Adrian Edwards, dem der zitierte Text zugeschrieben werden soll, auf der Pressekonferenz am 03.07.2015 im Palais des Nations in Genf sagte.

UNHCR liefert weiter humanitäre Hilfsmittel in den Yemen, trotz schwerer Einschränkungen beim Zugang zu Vertriebenen. Im Mai und Juni konnten wir Basishilfgüter an 56.369 Menschen und Plastikplanen für Notunterkünfte an weitere 7.000 Familien liefern, die zur Zeit in Sammelzentren bleiben.

Hilfe wird in den acht Provinzen Abyan, Aden, Amanat Alasimah, Amran, Hajjah, Hodeida, Sana’a und Taiz geleistet.

Im ganzen haben 84.166 vertriebene Menschen nicht-essbare Hilfe seit dem Start im April erhalten, davon sind 70% direkt von der UNHCR und der Rest von unseren Partnern.

Die Verteilungen kommen mitten in einer sich verschlimmernden Situation in vielen Provinzen. Al Hazm, die Hauptstadt der Al Jawf-Provinz im Norden des Landes, wurde von Luftschlägen für drei aufeinander folgenden Tagen im späten Juni getroffen. Das hatte zur Folge, dass geschätzt 900 Familien evakuiert werden mussten. Die meisten Bewohner des Al Maturma-Distrikt der Stadt suchen Schutz in den Distrikten Al Maton und Al Masloub.

Al Maton war der erste Distrikt in Al Jawf in dem Vertrieben aus Sa’ada ankamen. Zurzeit befinden sich dort geschätzt 2.470 vertriebene Familien und weitere 1.400 Familien aus Amran und anderen Provinzen.

Die humanitäre Antwort für diese Bevölkerung wurde schwer eingeschränkt aufgrund der anhaltenden Kämpfe und dem daraus folgenden Zugangsproblem. UNHCR versucht sich mit den Hauptpartnern mit Netzwerken in Al Jawf zu verbinden um zusätzliche Hilfe leisten zu können.

UNHCR fordert weiter ungehinderten Zugang und Bewegungsmöglichkeit für humanitäre Helfer und deren Hilfsgüter, so dass lebenswichtige Güter diese erreichen können, die sie brauchen.

Zurzeit gibt es über 1 Millionen landesintern vertriebene Personen im Yemen (1.019.762), zudem ungefähr 244.00 Flüchtlinge. Es wird geschätzt, dass über 21 Millionen Menschen im Yemen in Not leben.