UNHCR warnt vor wachsender Asylkrise in Griechenland und westlichen Balkanstaaten, während weiter Flüchtlinge aus dem Krieg ankommen

Pastebin: Übersetzung

Englisches Original

Dies ist eine Zusammenfassung von dem, was UNHCR-Pressesprecher William Spindler– dem der zitierte Text zuzuschreiben ist – auf der Pressekonferenz am 10.07.2015 im Palais de Nations in Genf sagte

Die Anzahl der Flüchtlinge, die auf den griechischen Inseln ankommen, steigt weiter auf einen Durschnitt von 1.000 Menschen täglich. Seit Beginn des Jahres sind 77.100 Flüchtlinge über das Meer nach Griechenland gekommen (Zahlen vom 03.07.2015). Fast 60 von ihnen sind Flüchtlinge aus Syrien. Andere kommen aus Afghanistan, Irak, Eritrea ud Somalia. Griechenland steht nun vor einer beispiellosen Flüchtlingskrise.

Am Dienstag morgen verließ ein Boot die Türkei, mit bis zu 40 Flüchtlingen, und kenterte zwischen den griechischen Inseln Agathonisi und Farmakonisi. Nach Angaben der griechischen Küstenwache haben griechische und türkische Seerettungshilfen 19 Mensche gerettet. Acht wurden von der griechichen Küstenrettung und 1 von der türkischen gerettet. 5 Körper wurden gefunden und bis zu 16 Menschen fehlen noch und es wird befürchtet, dass sie ertrunken sind.

Griechenlands volatile Wirtschaftslage, verbunden mit der steigenden Anzahl neuer Ankünfte, sind schwere Belastungen für die kleinen Inselgemeinschaftet, denen es an grundlegender Infrastruktur fehlt und nicht mehr adäquat die wachsenden humanitären Bedürfnisse decken können. Eine dringende Antwort aus Europa ist wichtig, bevor sich die Situation weiter verschlechtert.

Auf der nördlichen Ägäischen Insel Lesbos haben die Neuankuftszahlen die Kapazitäten der Polizeigeführten Identifikationszetrum.Mehr als 3.000 Flüchtoinge leben zurzeit unter schweren Bedingungen in der provisorischen Unterkunft in Cara Tepe und 1.000 Flüchtlinge lagern außerhalb der Anlage Moria. Angemessene medizinische Hilfe, fließendes Wasser, Sanitäranagen und Schutz vor hohen Temperaturen sind Mangelware. UNHCR hatte bereits früher Bedenken geäußert im Hinblick auf das Wohlergehen der Flüchtlinge, einschließlich schwangeren Frauen und Kindern, die bis zu 60 Kilometer durch die Berge wandern müssen um den Hauptort Mytiline der Insel zu erreichen. UNHCR begrüßt die letzten Änderungen der griechischen Regierung, die Ausnahmen in der Strafverfolgung unter bestimmten Bedingungen schuf, so dass die Mitnahme von illegalen Einwandern erlaubt ist und dass die Regierung bereitsteht um den Belrden bei einer Suche der Lösung für das Verkehrsproblem zu helfen.

UNHCR hat, durch den Durchführungspartner METAction, Dolmetscher für die Polizei bereitgestellt um den Registrierungsprozess auf Lesbos zu beschleunigen, wo die meisten Flüchtlingsankünfte zu verzeichnen sind. Auf der Insel Samos wurde die Verteilung von Nahrungsmitteln diese Woche gestoppt, augrund von Verzögerungen bei der Bezahlung der Lebensmittellieferanten und Zahlungsproblemen. Das Militär ist vorläufig eingeschritten um die Lebensmittelverteilung weiter zu sichern. Jedoch steigen die Spannungen weiter an in den Unterkünften auf mehreren Inseln, einschließlich Samos, da Engpässe in den Registrierungsprozessen zu längern Wartezeiten in sich verschlechternden Bedingungen geführt haben.

Trotz der prekären Situation in der viele Griechen leben waren ihre Reaktionen gegenüber Füchtlingen in meisten Fällen gastfreundlich und großzügig. Gemeinschaftlich organisierte Initiativen der Zivilgesellschft, einschließlich lokaler NGOs und Freiwiliigen, kleinen Unternehmen und Touristen, überwachen die Sammlung und Verteilung von Essen, Wasser, Kleidung und grundlegender medizinischer Hilfe. Sobald die Flüchtlinge weiter in Richtung Athen reisen werden sie mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert, da die Kapazitäten der Unterkünfte in Griechenland weit unter das benötigte Niveau fällt.

Zusätzliche Mitarbeiter des UNHCR sind an 5 Stellen in der östlichen Ägäis im Einsatz um Rat und Hilfe für die Neuankömmlinge anzubieten und um sich um unbegleitete Minderjährige und Menschen mit besonederen Bedürfnissen zu kümmern. Als sofortige Reaktion auf die steigenden humanitären Bedürfnisse, verteilt UNHCR, durch seinen Partner Agkalia und die Gemeinde Lesbos, Trinkwasserversorgung und Energieriegel. Die Abstimmung mit anderen humanitären Akteuren is nun nötig um eine angemessene Reaktio auf die Nöte der Flüchtlinge geben zu können in kooperation mit den griechischen Behörden.

Eine Mehrheit der Flüchtlinge, die in Griechenland ankommen zihen wieter um die Länder im Westen und Norden zu erreichen, in dem sie durch die westlichen Balkanregionen reisen. Ländern dieser Region, wie die Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien und Serbien, erleben einen drastischen Anstieg der Zahlen an Flüchtlingen. In der ersten Hälfte dieses Jahres suchten 45.000 Menschen Asyl in dieser Region. Dies entspricht fast einem neunfachen Anstieg an Asylanträgen im Vergleich zu der gleichen Periode in 2014. Jedoch sind ies nur ein Teil der Flüchtlinge, die diese zwei Länder betreten, die meisten ziehen direkt weiter nach Ungarn oder weiter nach Norden. Es wird geschätzt, dass die Hälfte der Flüchtlinge, die wirklich durch diese Region ziehen, dies ohne Registrierung tun und Gewalt und Missbrauch von Schmugglern und kriminellen Gruppen ausgesetzt sind. Im Laufe des Juni stieg die Zahl der Menschen, die von Griechenland nach Mazedonien und Serbien ziehen von 200 auf 1000. Über 90% der Menschen stammen aus Syrien, Afghanistan, Irak, Eritrea und Somalia.

Wie bei Griechenland sind die Kapazitäten dieser Länder effektiv auf diese Notsituation zu reagieren stark überlastet. Während die Authoritäten versuchen durch die Schaffung von Empfangseinrichtungen und zu „verarbeiten“, zu linern, ist die UNHCR über die Berichte besorgt, dass die Grenzpolizei Flüchtlinge den Zugang verwehrt. In einigen Fällen behaupteten Flüchtlinge, dass die Grenzpolizei Gewalt nutzte und sie zurück in die Hände der Schmuggler schubste. Die Schließung der Grenzen ist keine Lösung, einschließlich des Plans Ungarns einen Zaun an die serbische Grenze zu bauen. Die Berichte über die Zurückschiebungen an der serbisch-mazedonischen und mazedonisch-griechischen Grenze sind besorgniserregend, da diese Praktiken die Flüchtlinge in Gefahr bringen und im Widerspruch zu den gesetzlichen Verpflichtungen von Staaten stehen. Flüchtlinge, einschließlich Frauen und kleine Kinder stranden oft an den Grenzen ohne Schutz und ohne Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen, wie Essen, Wasser und Hygieneartikel.

Die Situation erfordert eine gemeinschaftliche und weitreichende Reaktion, die auf den Prinzipien der Humanität basiert, wie Zugang zu Schutz und echter Solidarität und geteilter Verantwortung, sowohl innerhalb der EU als auch mit den Ländern ausserhalb der EU. Europa sollte seine Traditionen in dieser Hinsicht wiederbeleben. UNHCR begrüßt die ernuerte Verpflichtungen der EU-Mitgliedstaaten weitere 20.000 Flüchtlinge in der EU anzusiedeln. Die UNHCR hofft, dass die Details zur Verlagerung von 40.000 schutzbedürftige Menschen in die EU auch bald beendet sein werden, damit man Solidarität mit Ländern, wie Griechenland üben kann, die sich beispiellosen Zahlen von Flüchtlingsankünften gegenübersehen. Diese Vorschläge – sogar, wenn sie sehr bescheiden im Vergleich zu den Bedürfnissen sind –  sind wichtige erste Schritte zu einem umfassenden Ansatz. Während die Anforderungen weiter wachsen müssen die Maßnahmen erweitert werden. Weitere Arbeiten sind dringend nötig um die sichere und legale Wege zu erweitern für die Menschen, die in Europa Schutz suchen, eine Verbesserung der Aufnahmebedingungen und Asylsysteme, zeigen von Solidarität mit Ländern mit großen Zustrom, Unterstützung von Ländern in der direkten Nachbarschaft der EU (vor allem Mazedonien und Serbien) und zur Bekämpfung der Ursachen von erzwungener Vertreibung. Die UNHCR steht bereit um mit den EU-Mitgliederstaaten und Institutionen zusammenzuarbeiten und auch anderen Partnern, um diese Ziele zu erreichen.

Yemen: UN-Generalsekretär begrüßt humanitäre Waffenruhe

Pastebin: Übersetzung

Englisches Original

09.07.2015

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon begrüßte die Entscheidung der yeminitischen Interessengruppen eine humanitäre Pause im anhaltenden Konflikt des Landes einzugehen und hat seine Überzeugung bekräftigt, dass die einzige nachhaltige Lösung der Krise durch „friedliche und integrativen Dialog und Verhandlungen erreicht werden“ erreicht werden kann, wie die UN heute bestätigte.

Die Pause wird am Freitag, dem 10.07.2015, beginnen und den humanitären Helfern erlauben Zivilisten in Not zu erreichen und die Akzeptanz der Pause wurde in einem Brief des Präsidenten des Yemen Abdrabuh Mansour Hadi an den UN-Generalsekretär früher in dieser Woche.

Ebenso hat Mr. Ban auch über seinen Sonderbeauftragten dem Yemen zugesichert, dass Ould Cheikh Ahmed, von den Houthis, der Allgemeine Volkskongress und andere Gruppen die Pause „uneingeschränkt respektieren werden und dass es keine Verletzungen von Kämpfern unter ihrer Kontrolle geben wird“.

„Es ist zwingend notwendig und dringlich, dass humanitäre Hilfe alle verwundeten Menschen im Yemen ungehindert und durch eine bedingungslose humanitäre Pause erreichen kann,“ sagte die Pressesprecherin des Generalsekretärs, Stéphane Dujarric, den Reporten beim UN-Hauptquartier an diesem Nachmittag, gefolgt von einem Statement des Büros des Generalsekretärs.

„Der volle und ungehinderte Zugang von humanitären Organisationen zu allen Teilen des Landes, einschließlich über das Meer und Flughäfen, soll gesichert werden im Hinblick der Erreichung der Menschen in Not, mit lebenswichtigen Medikamenten, Impfungen, Nahrung und Wasser,“ fügte die Erklärung hinzu.

Nach den jüngsten UN-Daten hat sich die humanitäre Krise seit dem Ausbruch der Kämpfe im späten März 2015 weiter verschlechtert.

Alleine in den vergangen drei Monaten wurden ungefähr 3.000 Yemeniten getötet, die Hälfte von ihnen waren Zivilisten, und 14.000 verwundet. Über 1 Million Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen und 21 Millionen brauchen sofort Hilfe, fast 13 Millionen Menschen schaffen es nicht ihrem Nahrungsmittelbedarf gerecht zu werden, 15 Millionen Menschen haben keine Gesundheitsversorgung und Ausbrüche von Dengue-Fieber und Malaria wüten unkontrolliert.

Humanitäre Partner haben in den letzten 3 Monaten 4,4 Millionen Menschen erreicht, aer das ist nur ein Bruchteil derer, die Hilfe brauchen, sagte die UN-Pressesprecherin. Die UN, das Rote Kreuz, der Rote Halbmond und internationale NGOs arbeiten zusammen auf der höchsten Notfallstuge.

Die erste Pause von Feindseligkeiten fand im Mai statt.

„Der Generalsekretär erinnert die Konfliktparteien an ihre Pflichten nach dem humanitären Völkerrecht Zivilisten zu schützen und fordert alle Seiten dazu auf eine humanitäre Katastrophe in dem Land zu verhindern,“ so die Erklärung.

Die UN-Pressesprecherin fügte hinzu, dass Mr. Ban dankbar ist für Mr. Ould Cheikh Ahmeds andauernde Bemühungen mit allen yemenitischen Interessengruppen vertrauensbildende Schritte zu unternehmen um eine dauerhafte Waffenruhe zu schaffen und einen Mechanismus zum Abzug der Truppen, die Freisetzung von politischen Gefangenen und die Wiederaufnahme eines inklusiven politischen Prozess zu entwickeln.

Mitte Juni erleichterte Mr. Ould Cheikh Ahmed in Genf eine Konsultationsrunde unter den wichtigsten Interessengruppen des Yemen.

Die Maßnahmen, sagte er, würden letztlich Bestand der Folgeverträge sein, die weitere Beratungen erfordern.

„Der Generalsekretär ermutigt alle Konfliktparteien ihre Kooperation und Unterstützung mit seinem Sonderbeauftragten in Zukunft zu verlängern,“ fuhr das Statement fort. „Der Generalsekretär ist der festen Überzeugung, dass die einzige nachhaltige Lösung des Konflikts im Yemen durch friedliche und alle einschließende Dialoge und Verhandlungen gefunden werden kann.

Die Anzahl der syrischen Flüchtlinge überschreitet die 4 Millionen Marke, während der Krieg weiter wütet

Pastebin: Übersetzung

Englisches Original

09.07.2015

Der Exodus, den der vierjährige Konflikt in Syrien erzeugt hat, wurde nun zur größten Krise des UNHCR im letzten Vierteljahrhundert und scheint sich noch weiter zu verschlechtern, da die Kämpfe im Land kein Anzeichen eines Abflauen zeigen.

In einer Pressemitteilung heute morgen bestätige das OHCHR die letzten Zahlen, die zeigen, dass mehr als vier Millionen syrische Flüchtlinge aus dem Land im Nahen Osten geflohen sind, seit die Feindseligkeiten im März 2011 begonnen haben.

„Dies ist die größte Flüchtlingsgruppe eines einzelnen Konflikts in einer Generation,“ klagte der UN-Flüchtlingskomissar António Guterres. „ Dies ist eine Gruppe, die die Unterstützung der ganzen Welt verdient, aber stattdessen in entsetzlichen Bedingung lebt und immer tiefer in die Armut sinkt.“

Der syrische Bürgerkrieg, der jetzt die Mitte des fünften Jahres erreicht, hat einen stetigen Abfluss von Flüchtlingen in die benachbarten Länder, wie Libanon, Türkei, Irak und Jordanien, was die Infrastrukturen dieser Länder belastet und zu einer Überfüllung von Siedlungen führt, in denen viele Flüchtlinge mit einer hohen Arbeitslosigkeit und prekären Dienstleistungen zu kämpfen haben, erzeugt.

Nach den neuesten, verfügbaren Daten ist alleine die Türke Gastgeber für mehr als 1.800.000 registrierten Flüchtlingen – mehr als jedes andere Land der Welt – mit über 259.000, die in 23 Lagern der Regierung leben.

Dabei sind diese Zahlen noch niedrig angesetzt und werden unter den verstärkten Kämpfen in ganz Syrien weiter ansteigen, wie die UNHCR anmerkte. Die 4-Millionen-Marke kommt nur 10 Monaten nach der 3-Millionen-Marke.

In der selben Zeit ist das Leben der Exil-Syrer immer härter geworden. Das UN-Werk erklärte, dass 86% der Flüchtlinge außerhalb der jordanischen Siedlungslager unterhalb der Armutsgrenze leben. In Libanon leben 55% der Flüchtlingen in Unterkünften unterhalb des Standards.

Unterdessen hat UNICEF in einem kürzlich veröffentlichtem Bericht genauso davor gewarnt, dass die syrische Krise familiäre Existenzmöglichkeiten dramatisch verringert hat und Millionen Haushalte der Region verarmt leben, Kinder werden stetig weiter in den Arbeitsmarkt getrieben und sind jetzt weitgehend unter schädlichen Arbeitsbedingungen beschäftigt, wobei schwere Schäden an ihrer Gesundheit und ihrem Wohlbefinden riskiert werden.

„Die verschlechternden Bedingungen treiben immer größer werdende Zahlen nach Europa und darüber hinaus, aber die überwiegende Mehrheit bleibt in der Region,“ fuhr Mr. Guterres fort. „Wir können es uns nicht leisten die Menschen und ihre gastgebenden Gemeinden weiter in die Verzweiflung gleiten zu lassen.“

Während der Konflikt weiter einen stetigen Abfluss von syrischen Flüchtlingen in die ganze Region erzeugt, sind die Bedingungen derer, die immer noch in den belagerten Städten des Landes gefangen sind, weiter düster.

Das OCHA hat darauf hingewiesen, dass etwa 12 Millionen Menschen im Mittleren Osten humanitäre Hilfe benötigen – ein zwölffacher Anstieg seit 2011. 7.6 Millionen Menschen wurden vertrieben durch den Konflikt und weitere 4.8 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe in den schwer zugänglichen Gebieten der belagerten Orte.

Der humanitäre Einfluss auf die Krise wird beeinflusst von den Finanzierungslücken, die großflächige Kürzungen bei der humanitären Hilfe durch die UN erzeugt haben – von Nahrungshilfen bis zu lebensrettenden Gesundheitsdienstleistungen.

Südsudan vermerkt an seinem 4. Geburtstag mehr als 2,25 Millionen Vertriebene und einen anhaltenden Konflikt

Pastebin: Übersetzung

Englisches Original

Kurzinformation 7.07.2015

Dies ist eine Zusammenfassung von dem, was UNHCR-Pressesprecher Adrian Edwars – dem der zitierte Text zuzuschreiben ist – auf der Pressekonferenz am 07.07.2015 im Palais de Nations in Genf sagte.

In Südsudan, welches am Donnerstag seinen 4. Geburtstag der Unabhängigkeit verzeichnen wird, steigen die Flüchtlings- und Binnenvertriebenenzahlen weiter an. Bis heute flohen mehr als 730.000 Menschen in die Nachbarländer und ungefähr 1,5 Millionen Menschen wurden landesintern vertrieben. Zusätzlich kommen im Südsudan weiter Flüchtlinge aus dem benachbarten Sudan an – fast 250.000 Menschen, meistens von Sudan’s Blauem Nil oder aus den Süd-Kordofan-Staaten.

Südsudans Bürgerkrieg und die Gewalt starteten Mitte Dezember 2013. Bisher haben alle politischen Bemühungen es nicht geschafft ein Ende des Konflikts einzuleiten und die Aussichten für die Bevölkerung bleiben düster. In den letzten Wochen ist die Gewalt in den Unity- und Oberen-Nil-Staaten weiter eskaliert. Schwere Kämpfe zwangen Zehntausende Menschen zur Flucht ins Busch- und Sumpfland, in Gebiete die schwer zu erreichen sind. Dies und eine unbeständige und unsichere Situation verhindern den Zugang von humanitärer Hilfe. Andauernde Feindseligkeiten und ein Anstieg von Berichten über Menschenrechtsverletzungen, sowie Missbrauch haben zu weiteren Vertreibungen beigetragen. Trotz der steigenden Zahlen halten die Nachbarländer die Grenzen für Asylsuchende weiter offen. Rund 90% der Neuankömmlinge in diesen Ländern sind Frauen und Kinder.

In Äthiopien kommen im Durchschnitt jeden Tag ungefähr rund 180 südsudanesische Flüchtlinge durch die 4 Grenzübergänge in der Region Gambella. Äthiopien beherbergt über 275.000 südsudanesische Flüchtlinge zusätzlich zu den ungefähr 425.000 Flüchtlingen anderer Nationalität. Die Kapazität zur Aufnahme und Unterstützung weiterer Flüchtlinge aus dem Südsudan und weitere Neuankömmlinge wird weiter verbessert mit den letzten Zuteilungen von neuem Land für den Bau eines sechsten Lagers in der Nähe des bereits bestehenden Flüchtlingslager Pugnido.

Sudan hat die höchste Ankunftsrate in diesem Jahr, mit mehr als 38.000 Südsudanesen die allein im Juni in das Land gekommen sind. Dies hat die Gesamtzahl von Südsudanes auf insgesamt knappe 188.000 gebracht. Die Flüchtlinge kommen täglich am Weissen Nil, in Khartoum und den Süd- und West-Kordofan-Staaten an und schließen sich der Bevölkerung von über 350.000 Südsudanesen an, die nach der Teilung im Sudan geblieben sind.

In Uganda sind seit Dezember mehr als 155.000 Flüchtlinge angekommen, die sich den 22.000 Südsudanesen anschließen, die beschlossen haben nach der Unabhängigkeit ihres Landes weiterhin in Uganda zu bleiben.

In Kenia hat das Flüchtlingslager in Kakuma 46.000 Südsudanesen aufgenommen, womit die Gesamtzahl der Bevölkerung auf 185.000 steigt, was weit über der Kapazität von 125.000 liegt. Dies führt zu Staus und beeinflusst die Hilfe.

Flüchtlingshilfprogramme sind in der ganzen Region stark unterfinanziert. UNHCR und 38 Partner benötigen 810 Millionen US-$ um bis zu 821.000 südsudanesische Flüchtlinge in Äthiopien, Kenia, Sudan und Uganda zu schützen und zu unterstützen. Bisher ist dieser inter-institutionelle Appell nur zu 13% finanziert (102 Millionen US-$). Mit en-masse ankommenden Flüchtlingen werden lebensrettende Maßnahmen, wie Unterkünfte und Grundhilfen priorisiert. Die Ressourcen bleiben unzureichend um angemessene Essensrationen, um Gesundheitshilfe zur Vorbeugung und Behandlung akuter Unterernährung, um ausreichend Trinkwasser anbieten zu können und um Latrinen zu bauen. Kritisch ist, dass etwa 60% der Flüchtlingskinder ohne Zugang zu qualitativ angemessener Grundschulbildung sind und nur 15% der Jugendlichen in der Schule eingeschrieben sind. Die Schlüsselhindernisse zu qualitativ angemessener Bildung sind der zu erwartende Wachstum, wie die Überfüllung der Klassenräume, unterqualifizierte Lehrer und ein Mangel an Freizeitaktivitäten um soziales Engagement konstruktiv zu unterstützen.

UNHCR ruft auf zur Achtung zivilen Lebens, nachdem ein Raketenangriff 12 Flüchtlinge tötete, die Zuflucht suchten in einem Kindergarten in Aden

Pastebin: Übersetzung

Englisches Original

Kurzinformation 7.07.2015

Dies ist eine Zusammenfassung von dem, was UNHCR-Pressesprecher Adrian Edwars – dem der zitierte Text zuzuschreiben ist – auf der Pressekonferenz am 07.07.2015 im Palais de Nations in Genf sagte.

UNHCR erneuert seine Forderung an die Konfliktparteien in Yemen, dass sie zivile Leben respektieren sollen, nachdem ein Raketenangriff am Wochenende einen Kindergarten in Aden traf und 12 Flüchtlinge starben.

Spät in der Nacht am Samstag den 04.07.2015 durchschlug eine Rakete die Vorderseite des Al-Tadamon-Kindergarten in Aden, durchdrang mehrere Wände und tötete 12 Flüchtlinge: 11 aus Somalia und 1 aus Äthiopien, darunter 5 Kinder. Weitere 12 Flüchtlinge wurden verletzt und wurden ins Krankenhaus geliefert. Mehrere Familien schliefen auf dem Dach, als die Rakete einschlug, wurden aber glücklicherweise nicht verletzt.

Früher am Samstag hat der UNHCR-Partner Charitable Society for Social Welfare (CSSW) mit einem mobilen, medizinischen Team den Al-Tadamon-Kindergarten besuchte, in dem seit Mai 94 Flüchtlinge aus der Stadt Basateen Zuflucht suchen (40 Erwachsene und 54 Kinder). Das medizinische Team führte Gesundheitsuntersuchungen bei den 10 Familien durch zur Behandlung der Fälle mit Hautinfektionen und versorgte die Kinder mit therapeutischer Ernährung.

Medizinische Besuche sind notwendig geworden, nachdem die Basateen-Klink, die von CSSW geleitet wurde, am 15.06.2015 schließen mussten, da das Labor von drei Geschossen zerstört wurde Seit dem Tag versorgt ein mobiles Medizinteam die Vertriebenen- und Flüchtlingsgemeinschaften in Aden.

Der Al-Tadamon-Kindergarten wird von UNHCR unterstützt und wird vom Partner Solidarity Association for Development (SAD) seit 2011 geleitet. Nach der Schließung der Schulen im ganzen Land Ende Mai bieten alle 12 Räume des Kindergartens vertriebenen Flüchtlingsfamilien Platz. Es war in der Umgebung sehr bekannt, dass der Al-Tadamon-Kindergarten als Zufluchtsort für vertriebene Familien dient.

Tausende städtische Flüchtlinge in Aden wurden in unvollendete Gebäude, Schulen, das Kharaz-Flüchtlingslager oder in andere Städten im Yemen vertrieben. Viele sind spontan in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Sie unternehmen die riskante Reise auf eigene Faust und kehren in die Unsicherheit zurück. UNHCR verurteil die Angriffe auf Zivilisten im Yemen.

Flüchtlinge und vertriebene Familien gehören zu den am meisten gefährdeten Menschen im Yemen und UNHCR fordert die Konfliktparteien auf das Leben und die Rechte dieser Menschen zu schützen. UNHCR fordert weiterhin ungehinderten Zugang und Bewegungsfreiheit für die humanitären Helfer und ihre Lieferungen, damit lebenswichtige Hilfe die Menschen in Not mit lebensrettender Hilfe zu erreichen.

Derzeit gibt es mehr als 1 Million inländisch vertriebene Menschen in Yemen (1.019.762), ungefähr 250.000 Flüchtlinge und schätzungsweise 21 Millionen Menschen in Not im ganzen Land. Über 46.000 Menschen, Menschen aus Yemen und Flüchtlinge aus Drittstaaten, mit einbezogen sind aus dem Yemen geflohen, vor allem nach Djibouti und Somalia, seitdem der Konflikt im März begann. Zur gleichen Zeit und seit Beginn des Jahres haben 35.000 Individuen Yemen per Boot über den Golf von Aden erreicht.

Trotz begrenztem Zugang liefert UNHCR Obdachs- und Haupthilfsgüter an 56.000 Menschen in 8 Provinzen in Mai und Juni

Pastebin: Übersetzung

Englisches Original

Dies ist eine Zusammenfassung von dem, was UNHCR-Pressesprecher Adrian Edwards, dem der zitierte Text zugeschrieben werden soll, auf der Pressekonferenz am 03.07.2015 im Palais des Nations in Genf sagte.

UNHCR liefert weiter humanitäre Hilfsmittel in den Yemen, trotz schwerer Einschränkungen beim Zugang zu Vertriebenen. Im Mai und Juni konnten wir Basishilfgüter an 56.369 Menschen und Plastikplanen für Notunterkünfte an weitere 7.000 Familien liefern, die zur Zeit in Sammelzentren bleiben.

Hilfe wird in den acht Provinzen Abyan, Aden, Amanat Alasimah, Amran, Hajjah, Hodeida, Sana’a und Taiz geleistet.

Im ganzen haben 84.166 vertriebene Menschen nicht-essbare Hilfe seit dem Start im April erhalten, davon sind 70% direkt von der UNHCR und der Rest von unseren Partnern.

Die Verteilungen kommen mitten in einer sich verschlimmernden Situation in vielen Provinzen. Al Hazm, die Hauptstadt der Al Jawf-Provinz im Norden des Landes, wurde von Luftschlägen für drei aufeinander folgenden Tagen im späten Juni getroffen. Das hatte zur Folge, dass geschätzt 900 Familien evakuiert werden mussten. Die meisten Bewohner des Al Maturma-Distrikt der Stadt suchen Schutz in den Distrikten Al Maton und Al Masloub.

Al Maton war der erste Distrikt in Al Jawf in dem Vertrieben aus Sa’ada ankamen. Zurzeit befinden sich dort geschätzt 2.470 vertriebene Familien und weitere 1.400 Familien aus Amran und anderen Provinzen.

Die humanitäre Antwort für diese Bevölkerung wurde schwer eingeschränkt aufgrund der anhaltenden Kämpfe und dem daraus folgenden Zugangsproblem. UNHCR versucht sich mit den Hauptpartnern mit Netzwerken in Al Jawf zu verbinden um zusätzliche Hilfe leisten zu können.

UNHCR fordert weiter ungehinderten Zugang und Bewegungsmöglichkeit für humanitäre Helfer und deren Hilfsgüter, so dass lebenswichtige Güter diese erreichen können, die sie brauchen.

Zurzeit gibt es über 1 Millionen landesintern vertriebene Personen im Yemen (1.019.762), zudem ungefähr 244.00 Flüchtlinge. Es wird geschätzt, dass über 21 Millionen Menschen im Yemen in Not leben.

Mittelmeer-Krise bringt früheren vietnamesisch-Bootsflüchtling dazu ihr langes Schweigen zu brechen

Pastebin: Übersetzung

Originalartikel auf der UNHRC-Homepage

Kopenhagen, Dänemark, 6.Juli (UNHCR)

Erschütternde Bilder des Flüchtlingsdrama im Mittelmeer haben „bittersüße“ Erinnerungen für Anh Lê zurückgebracht, eine von Dänemarks bekanntesten vietnamesischen Gastronomin, die selber den Ozean überquerte um dahinzukommen, wo sie heute ist.

Als sie 5 Jahre alt war, war sie gezwungen mit ihrer Familie auf einem Boot aus dem Vietnam zu fliehen. Sie hat Piraten, Stürme, Ablehnung und immer präsente Angst vor Gewalt überlebt, sie hat Erfolg und Freude in dem Land gefunden, dass sie adoptiert hat.

Nun nach Jahren des Schweigen über ihre Tortur, und angetrieben von den entsetzlichen Vorgängen im Mittelmeer, fühlt sie sich aufgefordert sich äußern.

„Ich habe für viele, viele Jahre nie wirklich über dies geredet, und meine Eltern auch nicht. Es war zu schrecklich. Aber irgendwie hat diese Krise im Mittelmeer… Du wirst betroffen. Ich denke ich verstecke eine Menge Dinge, da sind viel Dinge über die ich nie hinweg gekommen bin, aber ich war eine von denen, die mehr Glück hatten“, erklärt sie.

Heute erscheint die Köching und Kochbuchautorin regelmäßig im Fernsehen um in ihrer Show „Spis Vietnam“ moderne vietnamesische Rezepte mit dem dänischen Publikum zu teilen. Ihre Geschichte ist eine Geschichte von Hoffnung und Triumph. Aber sie hat nie ihre Vergangenheit vergessen.

„Die Nachrichten und die Fotos von en Menschen in den überfüllten, kleinen Booten, Menschen, die verzweifelt von den untergegangen Schiffen in Richtung Küste schwimmen um zu überleben, die Bilder von Körpern – besonders den Körpern von Kindern, die im Meer treiben haben, meine Erinnerungen geweckt. Es hat mich traurig gemacht und hat mich gezwungen zu reden,“ sagte sie UNHCR letztens in einem Interview.

Anh hofft, dass sie durch das Erzählen den Fokus von den negativen Darstellungen der Asylsuchenden hin zu einer Erzählung von Asylsuchenden und Flüchtlingen als mehr zur Gesellschaft Beitragende und nicht als Bürden, verändern kann.

„Ich war naiv und dachte, dass die Welt etwas vom Vietnam Krieg (und den vielen anderen Kriegen) und den Bootsflüchtlingen etwas gelernt hat… Aber es ist deutlich, dass wir über diese Sachen reden müssen. Wir müssen die Menschen wissen lassen, dass es morgen sie sein könnten. Es gibt keine perfekte Lösung, jeder hat Angst davor etwas zu verlieren, wenn er sich öffnet… aber wir müssen eine Lösung finden,“ fügte sie hinzu.

Ihr eigenes, intimes Wissen, darüber was es heißt aus der Heimat zu fliehen und zu einem Flüchtling zu werden, veranlasst sie voller Elan die Darstellungen der Medien, dass die Menschen „shoppen“ fahren für den besten Platz um Asyl zu beantragen, zu widersprechen.

„Ich denke, dass diese Menschen zu dieser Zeit nicht denken: „Welches Land sollen ich wählen? Wo kann ich am meisten Geld bekommen?“ Sie denken „Ich möchte, dass meine Kinder an einem sicheren Platz sind,“ erklärte sie.

Anh’s eigene Flucht begann, da ihr Vater in der, mit den USA verbündeten, Marine der Südvietnamesischen Armee gedient hatte. Nachdem der Krieg 1975 endete wurde er in ein Lager deportiert.

Zufälligerweise traf er einen chinesischen Geschäftsmann, der ein Schiff gebaut hatte und ihrem Vater, aufgrund seiner Erfahrung in der Marine, einen Platz an Bord des Schiffs im Austausch es zu segeln anbot. Anh und ihre drei Brüder, die zu der Zeit zwischen sechs Jahren und neun Monate waren, fuhren mit ihm. „Wenn Menschen fragten: ‚Warum nimmst du deine Familie mit dir?‘ sagte mein Vater: ‚Wenn ich sie hierlasse, sterben sie. Wenn ich sie mitnehme, sterben sie mit mir.‘,“ sagt Anh.

Ihr Vater glaubte, dass das Risiko es war seinen Kindern ein besseres sicheres Leben geben zu können. Auf dem Boot waren über 1000 Menschen.

In einer Situation, die unheimlich gleich zu der heutigen in Südasien ist, wurde Anh’s Boot von Hong Kong, Malaysia und Indonesien abgelehnt. Nach 14 Tagen, an denen sie von Ort zu Ort gesegelt sind, war das Wasser und das Essen ausgegangen – die Situation wurde immer aussichtsloser.

„Die Menschen gingen auf die Toilette des Schiffs, sie waren müde und es waren viel zu viele Menschen. Man konnte weder gehen noch atmen.“ Mit der Hilfe von anderen an Bord schaffte es Anh’s Vater das Schiff vor Piraten zu verteidigen, doch Zeit lief ihnen davon.

Schließlich traf ihr Vater die Entscheidung das Schiff absichtlich vor der Küste Indonesiens zu versinken, damit man es nicht wieder auf das offene Meer schleppen konnte. Die meisten Menschen an Bord konnten nicht schwimmen, so verbrachten die, die es konnten, den ganzen Tag damit zwischen Boot und Strand hin und her zu schwimmen um den anderen Passagieren in Sicherheit zu helfen.

Anh, ihre Familie und die anderen Überlebenden wurde in ein indonesisches Flüchtlingslager gebracht. Sie verbrachten drei Monate damit auf dem Boden in einem Zelt, das sie sich mit vier anderen Familien teilten, zu schlafen. Da sie kein Geld hatten überlebte die Familie mit Fischen, die ihr Vater in der Nacht fang. Überall waren Moskitos und es regnete fast die ganze Zeit.

1979 kamen die Nachrichten, dass die Familie nach Dänemark umgesiedelt wurde. „Sie sendeten und auf einen SAS Flug nach Kopenhagen,“ sagte Anh mit einem Lächeln. „Es war wie im Himmel. Die Flugbegleiterinnen kamen gefühlt jede fünf Minuten und fragten: ‚Was möchtest du essen oder trinken?‘ Es war die allerschönste Erfahrung.“

Nach einem kurzen Zwischenhalt in Kopenhagen wurde die Familie nach Aalborg, in den Norden Dänemarks gesandt, wo sie sich ein neues Leben aufbaute und sich schnell in die dänische Gesellschaft integrierte.

Nach der Schule lebte Anh in den USA, Vietnam und Frankreuch bevor sie 2003 nach Dänemark zurückkehrte. „Ich hatte schon entschieden mit meinen Brüdern ein Restaurant in Kopenhagen zu öffnen. Das war der Anfang, und es war seitdem harte Arbeit, und viel Spass, und viele Verrücktheiten passierten,“ lachte sie.

Sie spendet außerdem ihre Zeit und ihr Geld, dass sie mit ihrem Kochbuch verdient hat, um Kindern in Entwicklungsländern durch SOS Children zu helfen. Dann verschlimmerte sich die Mittelmeerkatastrophe 2015. Anh traf die schmerzliche Entscheidung das erstemal über ihre eigenen Erfahrungen zu sprechen.

„Es ist sehr wichtig sich zu erinnern, dass wir das sein könnten,“ sagte sie. „Ja, es ist sehr gut, dass man sicher und behütet leben kann, aber man kann nie wissen wann das eigene Haus einzustürzen beginnt.“

Von Michelle van der Meer, Copenhagen, Denmark